Neue Felgen für das Auto

Nicht jede Felge passt auf jedes Auto. Fachberatung leistet die Kfz-Meisterwerkstatt. Foto: ProMotor.

[05.04.2019] Bonn. Sie sind nicht nur ein prägender Bestandteil der Optik eines Fahrzeugs, sondern auch eine wichtiges Sicherheitsdetail – die Felgen.

Auch wenn heute immer mehr Neuwagen auf Leichtmetallrädern aus den Werken rollen, sind Felgen die beliebtesten Zubehörteile im Autogeschäft.

Wie aber findet man seine passende Felge? Was muss man beim Kauf beachten? Und darf man Alufelgen auch reparieren?

Worauf muss man beim Felgenkauf achten?

Nicht jede Felge passt auf jedes Auto. Jeder Hersteller und jedes Fahrzeugmodell haben besondere Maße zur Befestigung der Räder an der Achse. Je nach Hersteller unterschiedlich ist auch der Lochkreis. Der gibt an, in welchem Durchmesser die Schrauben angeordnet sind. Auch die Größe muss stimmen.

Damit das Rad mit der Reifengröße gut in das Radhaus passt, ohne beim Lenken oder Federn an das Blech zu stoßen, wird ein Abstand vorgeschrieben, der von der Felgenmitte zum Radflansch gemessen wird - die Einpresstiefe.

Passende Felgenmaße zeigt die Bedienungsanleitung

Welche Felgengrößen für ein Fahrzeug erlaubt sind, findet man in der Bedienungsanleitung des Autos. Dort stehen sämtliche Felgenmaße, die bei dem Fahrzeug ohne weitere technische Veränderungen zugelassen sind. Die Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder der Fahrzeugschein geben außerdem Auskunft über die aktuell montierten Felgen.

Mit der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) oder einer europaweit gültigen EG-Typgenehmigung stellt der Felgenhersteller ein Gutachten aus, dass die Felge für das Fahrzeug zugelassen ist. Dann darf sie ohne zusätzliche Abnahme durch einen Sachverständigen montiert werden. Die ABE ist dabei ständig im Fahrzeug mitzuführen.

Wer für sein Auto eine andere Felgengröße plant, benötigt ein Teilegutachten nach § 19 (3) StVZO. Es enthält die Anweisungen zum Anbau von Tuning-Teilen und stellt sicher, dass unter Beachtung der im Teilegutachten vorgegebenen Auflagen ein verkehrssicherer Betrieb des Fahrzeuges gewährleistet ist.

Bezogen auf Felgen heißt das: Es werden zum Beispiel Rad- und Reifenkombinationen und Einpresstiefen im Hinblick auf ein bestimmtes Fahrzeug vorgegeben, die unbedingt einzuhalten sind. Nach dem Umbau erlischt aber die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs, und ein Sachverständiger muss den fachgerechten Einbau überprüfen.

Auf der Zulassungsstelle werden dann die Umbauten in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Eine Einzelabnahme erlaubt Umbauten und Felgen, für die weder eine ABE noch ein Teilegutachten vorhanden sind.

Vorsicht vor minderwertigen Leichtmetallfelgen

Vorsicht ist geboten bei besonders preiswerten Leichtmetallfelgen, die etwa im Internet angeboten werden. Dabei kann es sich qualitativ minderwertige Produkte mit fragwürdigen Sicherheitsnachweisen handeln. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte den Weg in das Autohaus oder die Werkstatt des Vertrauens wählen.  Denn ein vermeintliches Schnäppchen kann schnell zur teuren Überraschung werden.

Reparatur von Leichtmetallfelgen

Der Wechsel auf die Sommerpneus zeigt es: Die Alufelgen sind von der Witterung in Kombination mit Bordsteinremplern beschädigt worden. Diese Schäden machen Alufelgen schnell unansehnlich. Eine fachgerechte Aufbereitung hilft hier.

Zulässig ist jedoch nur die Entfernung von Beschädigungen bis zu einem Millimeter Tiefe im Grundmetall, die sich nicht weiter als 50 mm vom Felgenrand (Außenhorn) befinden. Kratzer in der Lackoberfläche dürfen im gesamten Felgensichtbereich ausgebessert werden. Geschweißte oder rückverformte Alufelgen dürfen aber nicht mehr auf die Straße. Eine sichere und professionelle Aufbereitung bieten viele Fachbetriebe an.      

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Letzte Änderung: 13.05.2019Webcode: 0124089