Frühjahrsmüde? Tipps gegen das große Gähnen

[21.02.2018] Krokusse schießen aus dem Boden, Amsel und Zilpzalp zwitschern, was die kleinen Kehlen kurz vor Sonnenaufgang so hergeben. Die Natur erwacht. Und was machen wir im Frühjahr? Wir werden müde.

Mit den steigenden Temperaturen weiten sich die Gefäße, der Blutdruck sackt ab. Außerdem steckt noch viel vom Schlafhormon Melanthonin im Blut. Der Körper will aus seinem Winterspar-Modus einfach nicht raus. Wetterfühlige und Ältere haben es da besonders schwer.

Dumm, dass im März auch noch die Uhren umgestellt werden. Das wirbelt nicht nur unseren Biorhythmus durcheinander. Wildschwein, Reh & Co. sind ebenso verwirrt und treffen in der vermeintlich sicheren Dämmerung nun auf den morgendlichen Berufsverkehr. Hinzu kommt die Armada von Zweirädern, die jetzt zusätzlich die Wege der Autofahrer kreuzen.

Das geht allen ziemlich auf den Zeiger und ist im Straßenverkehr kreuzgefährlich. Viele  Verkehrsteilnehmer sind unkonzentriert, am Lenkrad droht der gefährliche Sekundenschlaf. Jährlich steigt die Zahl der Unfalltoten von Februar bis März drastisch an – 2017 um knapp 27 Prozent.

Die beste Therapie: raus ins Freie

Gegen das große Gähnen hilft, so viel wie möglich Licht zu tanken, auch wenn der Himmel verhangen ist. Das kurbelt die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin an. Schon ein halbstündiger Spaziergang weckt die Lebensgeister.

Besser noch sind Joggen oder Radfahren. Mediziner empfehlen morgens eine Wechseldusche und fürs Gehirn vor offenem Fenster eine Portion Sauerstoff.

Auf langen Autofahrten sollten bei ersten Gähn-Attacken die Alarmglocken läuten. Kurze Pausen, ein Nickerchen, kleine Gymnastikübungen, viel Flüssigkeit sowie mehrere kleine Mahlzeiten – am besten frisches Obst und Gemüse – bringen den Kreislauf wieder in Schwung. Ist nach ein paar Wochen wieder alles im Lot, sind auch die ersehnten Frühlingsgefühle da.

Letzte Änderung: 16.05.2018Webcode: 0118357