ZDK stärkt VW-/Audi-Partnerverband den Rücken

[30.05.2017] Bonn. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) unterstützt den Volkswagen und Audi Partnerverband (VAPV) vorbehaltslos bei dessen Auseinandersetzung mit dem VW-Konzern um neue Händlerverträge.

Indem etwa Audi seine Händler beim Großkundengeschäft künftig weitgehend ausbooten und manche von ihnen nur noch mit Teilen der Modellpalette beliefern wolle, lege der Hersteller gezielt die Axt an die wirtschaftliche Existenzgrundlage vieler Partnerbetriebe, erklärte ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz.

So könne man natürlich sein Vertriebsnetz ausdünnen, ohne Ausgleichszahlungen leisten zu müssen. Dies allerdings nur dann, so Koblitz weiter, wenn der Erhalt der über Jahrzehnte hinweg gemeinsam mit dem Handel gepflegten Vertrauensbasis keine Priorität mehr genieße.

Der ZDK sei vor allem deshalb alarmiert, weil hier ein Exempel statuiert zu werden drohe, das Präjudizwirkung weit über den VW-Konzern hinaus entfalten könne.

Im konkreten Fall komme hinzu, dass die VW-Konzern-Händler sich als Folge des VW-Abgasskandals seit inzwischen mehr als anderthalb Jahren aufopferungsvoll darum bemühten, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen und vom Werk Schaden abzuwenden, ohne bislang den Ersatz ihres eigenen Schadens verbindlich zugesichert bekommen zu haben.

Diese Händler müssten es geradezu als Schlag ins Gesicht empfinden, wenn ihnen als Dank für ihren Einsatz jetzt auch noch die Wurst vom Brot genommen werden solle.

"Ein Konzernbeauftragter für die Anrichtung größtmöglichen Flurschadens hätte seinen Job nicht besser machen können", formulierte Koblitz seine Verwunderung über das Vorgehen von Herstellerseite.

Der Weg für die Rückkehr zu einem partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Vertriebsorganisation und Hersteller müsse nun zunächst an den Verhandlungstisch führen.

Letzte Änderung: 30.05.2017Webcode: 0114335