ZDK fordert Nägel mit Köpfen bei der Hardware-Nachrüstung

[24.09.2018] Bonn. In der anhaltenden Diesel-Debatte fordert der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) eine schnelle Lösung. Oberste Priorität habe dem Verband zufolge die Hardware-Nachrüstung im Verkehr befindlicher Dieselautos.

Mit dem Einlenken der Kanzlerin, Diesel mit Stickoxid-Katalysatoren nachrüsten zu lassen, und dem Spitzentreffen zur Diesel-Problematik am Sonntag im Kanzleramt seien  die Weichen in die  vom ZDK geforderte Richtung gestellt worden. "Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden", heißt es vom Verband.

Bereits seit Beginn der Debatte macht sich der ZDK für die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Pkw stark. Man habe schon genug Zeit verloren. Jetzt müssten im Sinne von Autohandel und vieler Millionen Diesel-Fahrer endlich konkrete Lösungen her, um den anhaltenden Wertverlust der Diesel-Pkw zu stoppen und die Stickoxidreduzierung schnellstmöglich mit Maßnahmen am Bestand voranzubringen.

Die Politik sei gefordert, insbesondere für die rund sechs Millionen Euro 5-Diesel einen sicheren Rechtsrahmen zu schaffen, der nachgerüstete Fahrzeuge vor Fahrverboten bewahre. Der Verband betonte erneut, dass die von der Industrie favorisierten Umstiegsprämien allein zur Bewältigung der Dieselkrise untauglich seien.

Vorerst haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Chefs deutscher Autokonzerne keine Einigung erzielt. Bundesverkehrsminister Scheuer kündigte für diese Woche weitere Gespräche innerhalb der Bundesregierung sowie zwischen Verkehrsministerium und Autoherstellern an, um bis Ende der Woche Maßnahmen zu konkretisieren. Merkel will bis Ende September in der Frage von Hardware-Nachrüstungen für Diesel eine gemeinsame Linie der Bundesregierung erreichen.

Letzte Änderung: 24.09.2018Webcode: 0121665