Rund 282 000 Kraftfahrzeuge fielen bei Abgasuntersuchung durch

[28.09.2017] Bonn.  Rund 282 000 Kraftfahrzeuge sind bei den Abgasuntersuchungen (AU) im Jahr 2016 durchgefallen. Das geht aus dem Abschlussbericht zur AU-Mängelstatistik des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) hervor.

Insgesamt knapp über 12,1 Millionen Abgasuntersuchungen führten die anerkannten AU-Betriebe an Pkw, Nutzfahrzeugen und Krafträdern durch. Auf Basis eines festgelegten Qualitätssicherungssystems erfassten die Betriebe 1,202 Millionen abgasrelevante Mängel an 776 628 beanstandeten Fahrzeugen. Im Durchschnitt wurden somit 1,55 Mängel pro Fahrzeug festgestellt.

Von den statistisch erfassten Mängelfahrzeugen konnten 494 969 Pkw, Nutzfahrzeuge und Krafträder mit einer Wartung, Inspektion oder Reparatur wieder instand gesetzt werden und so das zulässige Emissionsniveau erreichen.

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski: "Die verpflichtende Einführung der Endrohrmessung im Rahmen der AU ab dem 1. Januar 2018 dient dem aktiven Umweltschutz und gibt insbesondere den Autofahrern ein Stück mehr Sicherheit. Denn entscheidend ist, was hinten rauskommt. Das hat der Abgas-Skandal gezeigt. Die modernisierte AU ist eine Konsequenz aus diesem Skandal."

Mit der Kompetenz der über 36 000 anerkannten AU-Betriebe ist die flächendeckende Umsetzung einer modernisierten AU möglich. Jährlich werden in Deutschland rund 24 Millionen Abgasuntersuchungen durchgeführt.

Letzte Änderung: 28.09.2017Webcode: 0116061